Im neuen Arbeitsplan der Nationalen Energieadministration Chinas (NEA) werden die wichtigsten energiewirtschaftlichen Ziele und Maßnahmen des Landes in Bezug auf Verbrauch, Erzeugung und Energieintensität beschrieben.

5YearPlan (http://www.jljgroup.com/uploads/JLJ_Newsletter/April11/5YearPlan.jpg)

Der Gesamtenergieverbrauch soll in diesem Jahr 4,34 Milliarden Tonnen Standardkohleeinheiten nicht überschreiten, wobei der Kohleanteil auf unter 63 Prozent sinken soll. Weiterhin soll der Anteil nicht-fossiler Energieträger am Gesamtenergieverbrauch auf circa 13 Prozent steigen, der von Erdgas auf 6.3 Prozent. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil von Kohle am Gesamtverbrauch auf 62 Prozent reduziert werden, der von nicht-fossilen Energieträgern und von Erdgas hingegen auf 15 Prozent beziehungsweise auf 10 Prozent steigen.

Der Plan sieht weiterhin vor, dass nur 3,6 Milliarden Tonnen Standardkohleeinheiten produziert werden, 200 Millionen Tonnen Erdöl und 144 Milliarden Kubikmeter Gas inbegriffen. Die Energieintensität des Landes soll im Vergleich zu 2015 außerdem um 3,4 Prozent geringer ausfallen.

Die Statistiken der NEA für das erste Quartal des Jahres 2016 zeigten, dass der Stromverbrauch um 3.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 1352 TWh stieg. Das prozentual größte Wachstum verzeichneten der Dienstleistungssektor und die Haushalte mit jeweils knapp 11 Prozent.

Abbildung 1 zeigt die Veränderung der Volllaststunden von ausgewählten Kraftwerkstypen des ersten Quartals im Jahresvergleich.

 

Abbildung 1: Volllaststunden im Jahresvergleich Abbildung1: Volllaststunden im Jahresvergleich

Bei der Betrachtung der Volllaststunden für das erste Quartal konnten vor allem Wasserkraftwerke zulegen, thermische Kraftwerke und Windenergieanlagen mussten allerdings einen Rückgang von jeweils ungefähr 10 Prozent hinnehmen. Dies zeigt vor allem, dass viele Windanlagen immer noch abgeregelt werden und dass ein Kapazitätsüberhang bei den thermischen Kraftwerken herrscht.