Je nach geographischen Verhältnissen werden verschiedene Typen von Wasserkraftwerken genutzt.

Hydro power (emersonprocess)

Kraftwerksarten zur Nutzung der Wasserkraft

Laufwasserkraftwerke werden dabei an Flussläufen, z.B. an Stauwehren und Schleusen, errichtet. Die Menge des erzeugten Stromes ergibt sich aus dem zur Verfügung stehenden Wasserstrom, Durchflussmenge, und der Fallhöhe. Eine flexible Fahrweise durch Aufstauen und Nutzen eines Staubeckens ist nur in sehr engen Grenzen bzw. gar nicht möglich.

Laufwasserkraftwerke produzieren also kontinuierlich elektrischen Strom und decken im Wesentlichen die Grundlast. Die Produktion kann allerdings je nach Pegelstand des Flusses schwanken.

Dabei ist die produzierte Arbeit 0, wenn keine Fallhöhe mehr zwischen Zu- und Abfluss besteht. Dies passiert z. B. bei Hochwasser, wenn Schleusen oder Wehre geöffnet werden, um den Wasserabfluss zu ermöglichen. Auch wenn keine Durchflussmenge, also kein Wasserstrom, mehr zur Verfügung steht, ist die Leistung null.

Letzteres kann z. B. der Fall sein, wenn der Pegelstand sehr niedrig ist und der gesamte Restfluss des Wassers für andere Zwecke wie etwa Schifffahrt benötigt wird.

Laufwasserkraftwerke erreichen üblicherweise zwischen 4000 und 6000 Vollbenutzungsstunden im Jahr.

Ein Speicherkraftwerk wandelt das natürlich zufließende Wasser nicht unmittelbar in elektrischen Strom um, sondern speichert das Wasser in einem Stausee. Zum Antrieb der Wasserturbinen fällt das Wasser von einer großen Höhe herab. Durch den oben liegenden Wasserspeicher lässt sich die Stromerzeugung flexibler gestalten und z. B. der Nachfrage oder den Strompreisen anpassen.

Um einen Stausee anzulegen, sind zuerst einmal große Höhendifferenzen notwendig, d. h. Speicherkraftwerke setzen entsprechende Gebirge voraus. Um Wasser aufzustauen, sind außerdem große Talsperren und Staudämme nötig.

Ein Pumpspeicherkraftwerk unterscheidet sich von einem Speicherkraftwerk dadurch, dass es zusätzlich Wasser aus einem tiefer gelegenen See in den Speichersee pumpen kann. Es kann somit als Stromspeicher eingesetzt werden. Der natürliche Zufluss spielt dabei oftmals eine geringe Rolle.