Der Internetkonzern Google kauft Stromproduktion von 236 MW aus zwei Windparks in Skandinavien. Weltweit hat Google nun erneuerbare Energien mit einer Leistung von 2500 MW unter Vertrag.

bank-of-google (Google)

Die beiden Projekte in Norwegen und Schweden werden von verschiedenen Projektierern erbaut und erlauben es Google bilanziell gesehen seine Datenzentren in Europa mit Windstrom zu versorgen, so Marc Oman, Leiter der europäischen Energieversorgung Googles. Für den Windpark in Norwegen sind 50 Windturbinen von jeweils 3,2 MW geplant. Baubeginn ist Juli 2016 und die Inbetriebnahme des Windparks südlich der Stadt Stavanger ist für Ende 2017 anvisiert. Das 76 MW Projekt in nahe Mariestad in Schweden umfasst 22 Windturbinen, wobei die Fertigstellung Anfang 2018 geplant ist. Die Beschaffung der Herkunftsnachweise für den Ökostrom aus diesen Windparks erfolgt über den skandinavischen Nord Pool Markt und ermöglicht es somit den Stromverbrauch in anderen europäischen Ländern als Ökostrom kennzeichnen zu lassen. Google hat sich mit diesem Abkommen Strom für 12 Jahre beschafft.

Insgesamt hat sich Google nun die Stromproduktion aus sieben Windparks in Europa mit einer installierten Leistung von über 500 MW gesichert. Oman erklärt dazu: „Google ist seit 2007 kohlenstoffneutral und ist bestrebt 100 Prozent des Stromverbrauchs seiner Anlagen aus erneuerbaren Energien zu versorgen.“ Auch andere Firmen folgen Googles Beispiel. In den USA wurden letztes Jahr beinahe 3500 MW an erneuerbarer Leistung durch Firmen gekauft. Mit seinen weltweit 18 Verträgen über 2500 MW steht Google somit in einer Linie mit anderen Unternehmen, die sich Stromproduktion aus erneuerbaren Energien kaufen und somit ihre CO2-Bilanz verbessern.