Das Kalenderjahr Base 2017 für Strom hat in diesem Jahr seinen bisher größten Preisverfall erlebt. Bis zum 21. Januar 2016 hat der Kontrakt 14 % seines Wertes verloren.

Calendar year Base 2017

Die Europäischen Strompreise sind im freien Fall. Diese Entwicklung ist insbesondere durch die globalen Entwicklungen an den Energie-Commodity Märkten geschuldet, insbesondere Steinkohle und Erdöl. Gerade die Unterschreitung der psychologischen wichtigen Preismarke für Erdöl von 30 USD pro Barrel haben zu Erdrutschartigen Preisentwicklungen geführt. Die Steinkohlemärkte sind seit der Bekanntgabe von deutlich geringeren Importmengen in China im Juni 2015 deutlich gefallen. Dieser Abwärtstrend hält bis heute an. Zudem haben Sorgen wegen des geringeren Wirtschaftswachstums in China die Weltwirtschaft verunsichert.

Der Stromkontrakte 2017 Base hat vom ersten Handelstag an der EEX in diesem Jahr mit einem Preisniveau von 26,57 EUR/MWh bis gestern 3,6 EUR/MWh verloren, was einem Preisverfall von 14 % in 15 Handelstagen entspricht. Den bisher höchsten Preisverfall hat der Stromkontrakt 2017 im Januar 2013 erlebt, hier gab es im gesamten Januar einen Wertverlust von 11,8 % ausgehend von dem damaligen Preisniveau von 48,04 EUR/MWh.

Setzt sich der aktuelle Abwärtstrend fort, kann der Stromkontrakt bis Ende des Monats ca. 5 EUR/MWh verlieren, was einem Wertverlust von 19 % entspricht.