Strom aus erneuerbaren Energien hat im Mai einen Anteil von 39% des Stromverbrauchs gedeckt. Weitere Anstrengungen im Wärme- und Transportsektor sind nötig.

Windrad

Dies ist laut Montel der höchste Anteil seit mindestens 2012. Der Anstieg am Anteil von 35% im April und 33% für 2015 insgesamt war vor allem einem starken Zuwachs beim Offshore-Wind und einem Rückgang beim Verbrauch geschuldet, zeigten die Daten. Die Nachfrage nach Strom fiel im Mai arbeitstäglich um 0,9% auf 43,97 TWh, während die Produktion aus Windanlagen auf dem Meer um 60% auf 1,01 TWh anstieg. Bei den anderen erneuerbaren Energien steigerte sich die Windproduktion an Land um 5,1% auf 5,79 TWh und die Solarproduktion um 5,6% auf 5.23 TWh.

Die Stromproduktion in Kernkraftwerken fiel 35% auf 5,14 TWh, bei der Braunkohle stieg sie um 6,3% auf11.49 TWh während die Steinkohle einen Anstieg um 11% auf 7,65 TWh verbuchte. In den ersten fünf Monaten des Jahres fiel der deutsche Stromverbrauch um 1,5% werktäglich auf 234,47 TWh, während die Nettoexporte bei 23 TWh lagen.

Deutschland will bis 2025 den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 45% steigern und auf 60% bis 2035.

Während der Anteil am Stromverbrauch weiter gestiegen ist, stagnierte der Zubau von erneuerbaren Energien im Wärme- und Transportsektor. So stieg der Anteil an der Wärmeversorgung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um nur 0,1 Prozent auf insgesamt 13,3 Prozent, während er im Transportsektor um 0,2 Prozent auf 5,4 Prozent zurückging. Abbildung 1 verdeutlicht die Unterschiede zwischen den ersten Halbjahren des Jahres 2015 und 2016.

Entwicklung der Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2016 (BEE)

Entwicklung der Erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2016 (BEE)

Mit 15 Prozent am Gesamtenergieverbrauch sind noch weitere Anstrengungen zum Ausbau der  erneuerbaren Energien notwendig. „Im Umkehrschluss heißt das, bis zur Dekarbonisierung liegen noch 85 Prozent vor uns,“ kommentierte Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbarer Energie.