Die Erneuerbaren Tochter EDF Energies Nouvelles steigt als erster europäischer Energieversorger in den wachsenden chinesischen Markt ein.

UPC_China_daronghsan (EDF)

Nachdem China mit Übernahmen im europäischen Energiesektor Aufsehen erregt hat, steigt der vom französischen Staat dominierte Energiekonzern EDF in den chinesischen Windenergiemarkt ein. Die für Ökostrom verantwortliche Tochter EDF Energies Nouvelles hat 80 Prozent des chinesischen Windparkentwicklers UPC Asia Wind Management erworben. Die verbleibenden 20 Prozent der Anteile des in Hong Kong gemeldeten Unternehmens verbleiben bei UPC China und der Investmentgesellschaft Global Environment Fund (GEF) aus den USA. „Der Einstieg macht EDF zu Europas erstem großen Energieversorger, der in Chinas Erneuerbare-Energien-Markt einsteigt“, so EDF.

China ist der größte Markt für erneuerbare Energien und die chinesische Regierung plant 200 GW an Windleistung bis 2020 auszubauen. Dies entspricht einem jährlichen Zubau von ungefähr 15 GW. Mit der Übernahme der UPC Asia Wind Management konnte EDF Energies Nouvelles sein Windportfolio in China um 1.3 GW erhöhen und erreicht somit ein Portfolio von über 10 GW an installierter Windleistung weltweit. Durch seine über 30-jährige Erfahrung in China, vor allem im Bereich der Kernenergie, thermischen Kraftwerken und Wasserkraft, konnte EDF die chinesische Regierung zur Zustimmung für den Einstieg überzeugen.