Die vier Kernkraftwerksbetreiber – RWE, EnBW, E.ON und Vattenfall – sollen bis zum Jahr 2022 rund 23,34 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds zahlen. Damit sollen die Kosten für Zwischenlagerung, sowie Transport der nuklearen Abfälle finanziert werden.

Atomausstieg (http://ais.badische-zeitung.de/piece/02/bf/91/ee/46109166.jpg)

Die Regierungskommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs hat somit eine Lastenteilung zwischen den Energiekonzernen und dem Staat vorgeschlagen. Die Unternehmen sollen zusätzlich zu ihren Rückstellungen für den Rückbau der Atomkraftwerke in Höhe von 17,2 Milliarden Euro auch einen Risikoaufschlag von 6,14 Milliarden Euro in den Fonds einzahlen. Dieser dient zur Absicherung von eventuell anfallenden Mehrkosten. Damit würden sich die Konzerne von der Haftung und möglichen Mehrkosten freikaufen, während sich der Staat etwa die Hälfte der konzerninternen Rückstellungen sichert.

Weiterhin hat die Kommission empfohlen, dass die Atomkonzerne die geschätzten Kosten von 19 Milliarden Euro für den Rückbau, die Stilllegung und die Verpackung der nuklearen Anlagen selbst übernehmen.

Ob die im Fond hinterlegten Beträge ausreichen, die Lagerung und den Transport der Atomabfälle, zu finanzieren, wird aber von verschiedenen Marktbeobachtern kritisch gesehen. So könnten sich die Kosten hierfür bis zum Ende des Jahrhunderts auf bis zu 120 Milliarden Euro summieren.