Am 17. März 2016, wurde der 13te Fünf-Jahres-Plan für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes durch die chinesische Regierung veröffentlicht. Dieser setzte für den Zeitraum von 2016 bis 2020 Ziele und Richtlinien für die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Der Einfluss auf Chinas Energiesektor ist nicht zu unterschätzen.

5YearPlan (http://www.jljgroup.com/uploads/JLJ_Newsletter/April11/5YearPlan.jpg)

Eine Reihe von Zielen in Chinas 13ten Fünf-Jahres-Plan zeigen, dass die chinesische Regierung langfristig auf eine Transformation hin zu kohlenstoffarmen und sauberen Energiequellen abzielt. Der neue Plan gibt die Zielvorgabe für den Primärenergiebedarf von 5 Mrd. Tonnen Steinkohleinheiten vor. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses Ziel eher eine Obergrenze darstellt, da Experten glauben, dass Chinas Primärenergiebedarf im Jahr 2020 bei 4.7 Mrd. Tonnen SKE liegen könnte.

Die Reduktion der Energie- und Kohlenstoffintensität um 15 %, beziehungsweise 18 % im Vergleich zu 2015 bis 2020 wurden ebenfalls festgelegt. Die Zielvorgaben dieser beiden Größen wurden in den letzten Fünf-Jahres-Plänen übertroffen. Deshalb ist die Regierung auch zuversichtlich, die Kohlenstoffintensität des Landes bis 2020 um 50 % gegenüber 2005 reduzieren zu können.

Weiterhin ist der Anstieg der nicht-fossilen Energien (Atomenergie und erneuerbare Energien) am Primärenergieverbrauch innerhalb der Jahre 2010 bis 2015 von 9.4 % auf 12 % gestiegen. Auch dies verdeutlicht die Absicht Chinas eine tatsächliche Transformation des Energiesektors anzustoßen. Die derzeitigen Ziele für den Anteil nicht-fossiler Energien am Primärenergieverbrauch bis 2020 und 2030 sind mindestens 15 %, beziehungsweise mindestens 20 %. Der Rückgang des Wachstums des Gesamtenergieverbrauchs Chinas unter neuen „normalen“ Wirtschaftsdaten, spielt diesen Zielen ebenfalls in die Hände. Der Direktor der Nationalen Energieadministration Chinas, Nur Bekri, äußerte weiterhin, dass der Ausbaupfad für Photovoltaik in den Jahren bis einschließlich 2020 eine jährliche Neuinstallation von 15 bis 20 GW vorsieht. Mit diesem Konzept würden sich die PV-Kapazitäten Chinas bis 2020 auf 143 GW verdreifachen.

Dennoch bestehen für den Energiesektor des Landes auch Herausforderungen. Die Integration erneuerbarer Energien in das Elektrizitätsnetz ist oft noch durch hohe Abregelungsquoten von Windenergieanlagen gefährdet. Weiterhin sind die Volllaststunden von thermischen Kraftwerken auf dem niedrigsten Stand seit 1978. Im Jahr 2015 lagen diese bei 4329 Stunden und somit bei weniger als 50 %. Dennoch, haben Chinas Energieerzeugungsunternehmen den Plan noch Kohlekraftwerke mit einer Kapazität von ungefähr 210 GW zu bauen. Die Regierung plant deshalb auch Projekte zu streichen um den Aufbau weiterer Überkapazitäten zu vermeiden.