Die Einführung eines Spotmarkt für Stromhandel in China würde einen effizienteren Dispatch-Mechanismus für Kraftwerke, basierend auf tatsächlichen Kosten, ermöglichen.

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Artikelquellen mit freundlicher Empfehlung der Deutsch-Chinesischen Energiepartnerschaft der GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

 

Laut Nationaler Energieadministration, wird der erste Spotmarkt-Pilot mit großer Wahrscheinlichkeit in der Beijing-Tianjin-Hebei Region eröffnet. Nach aktuellem Stand der Strommarktreform in China können langfristige physische Stromlieferungen über einen Monat bis zu einem Jahr und nur innerhalb einer Provinz gehandelt werden. Weiterhin gelten unterschiedliche Handelsmechanismen für die verschiedenen Provinzen und führen somit zu einem stark fragmentierten Marktumfeld für die Handelsteilnehmer.

Mit der Einführung eines Pilots für den Spotmarkthandel in 2018, soll somit ein Lern-und Erfahrungsumfeld aufgebaut werden. Die ersten regulären Spotmärkte sollen dann in 2020 eröffnet werden. Wenn es nach der Nationalen Energieadministration geht, sollen im Jahr 2018 bis zu 30 Prozent der industriellen Strommengen über die neugegründeten Handelsplattformen eingekauft werden. In 2020 soll der Anteil der industriellen Strombeschaffung zu 100 Prozent über Handelsgeschäfte ablaufen.

Es bedarf noch einen Reihe von Entwicklungen um dies zu erreichen. Der Angleich der verschiedenen Handelsmechanismen in den Provinzen, sowie der Aufbau von Know-How im Bereich Strommarktdesign und Stromhandel ist notwendig um sowohl die Erzeuger, als auch Händler und Stromvertriebe auf dieses neue System der Strombeschaffung vorzubereiten.